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Installation im öffentlichen Straßenraum zum internationalen Parking Day in Kooperation mit Anna Kaufmann

Lage: Leipzig, Zschochersche Straße

Auftraggeber: teilAuto Leipzig

Größe: 4 Längsparkplätze

Status: Geplant, gebaut und wieder entfernt / 2018

Fotos: Kai Bergmann

‚Schritt für Schritt ins Paradies’ – der Weg zum Glück ist durch den Weg gekennzeichnet, keine Neuerung ohne Wandel, doch je verfestigter die etablierten Strukturen, desto schwieriger diesen zu beschreiten. 

Der Park(ing) Day gilt als kritischer Akt erlaubter Umkehrung der etablierten Verhältnisse auf wenigen Quadratmetern. Doch impliziert der visuelle Störfaktor der kurzweiligen Umwidmung zu Grünraum inmitten funktionalisierter Verkehrsflächen gleichzeitig deren Unwahrscheinlichkeit. Auch wenn die autogerechte Stadt nicht mehr das Leitbild der Stadtentwicklung bildet, so blieb doch die gebaute Umwelt stets autophil und diese Struktur wird vehement verteidigt. Hier ist Wandel dringlich von Nöten. Nicht erst in Zeiten stetiger Urbanisierung, einhergehender Verdichtung und Ressourcenschwund wird Gemeinschaftlichkeit zur Notwendigkeit. Modelle des Teilens und der offenen Kommunikation werden zum Vehikel sozialräumlicher Nachhaltigkeit, indem bei aller Kollektivität verschiedene Visionen Raum zu bekommen haben. Es bedarf wirksamer Prozesse und wirkender Kräfte: Schritt für Schritt!

Die Installation versteht sich als eine Erzählung dieses Prozesses. Statt einen Parkplatz in einen temporären öffentlichen Park zu verwandeln, werden verschiedene Möglichkeiten der Stadtraumveränderung und des Weges dorthin thematisiert. Dabei wollen wir zum einen den Fokus auf die Bewohner und ihre vielfältigen Bedürfnisse setzen, zum anderen möchten wir den vielleicht schmerzhaften Verlauf, den es bedarf, um Parkflächen überhaupt erst umnutzen zu können, nicht außer Acht lassen. So wird in vier hintereinanderliegenden Parkflächen eine Sequenz von vier Schritten dargestellt, die auf verschiedenen Ebenen wahrnehmbar sein soll:

Ob im Vorbeifahren mit verschiedenen Geschwindigkeiten per Auto, Tram oder Fahrrad, als auch im Vorbeigehen sowie im aktiven Partizipieren der Passanten. Diese erfahren von den Tücken des eigenen Verzichts sowie dem kraftvollen Prozess der Dekonstruktion und münden im ‚Himmel auf Erden’, in der die eigenen Visionen im Umgang mit den neu gewonnen Räumen kommuniziert werden können. Das Widerspiegeln der Akteure und der dabei zugleich in den Hintergrund tretende Himmel spielt auf die gemeinsame Verantwortung für unsere Stadt an. 

Interdisziplinäre Planungsgruppe aus Leipzig   I   mail[at]octagon-architekturkollektiv.net   I   IMPRESSUM

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